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Hambletonian X - Das Zucht-PhänomenBerühmte Trabrennpferde
Das Zucht-Phänomen Hambletonian X

1849 wurde in Amerika der Hengst Hambletonian X (v. Abdallah 1 a.e. Charles-Kent-Stute) geboren, der als "Urvater" unzähliger Traber in die Geschichte eingehen sollte. Seinerzeit hatte man in ihm das Idealbild eines Vererbers erkannt. Der Hengst wurde bereits zweijährig in der Zucht eingesetzt und das, obwohl er nie ein Rennen bestritten hatte. Das Vertrauen in seine Fähigkeiten war so gross, dass ihm schon vierjährig über 100 Stuten zugeführt wurden. In 25jähriger Decktätigkeit zeugte er über 1.300 Nachkommen, von denen 150 Söhne und 80 Töchter wiederum in der Traberzucht Verwendung fanden.

Die Vererbungskraft von Hambletonian X war im Bezug auf Trabvermögen und Leistungsfähigkeit monumental, jedoch liessen sein Exterieur und äussere Schönheit zu wünschen übrig. Er drückte aber seinen Nachkommen dennoch seinen Stempel auf und vererbte grosse Gleichförmigkeit und vor allem bestimmte er ihre Farbe. Obwohl er mit vielen Fuchs- und Schimmelstuten gepaart wurde, befand sich zum Beispiel niemals ein Fuchs unter seinen Produkten und äusserst selten ein Schimmel.

Von seinen Söhnen waren George Wilkes als Begründer der Axworthy- und McKinney-Linien, Happy Medium als Grossvater von Peter The Great und Electioneer als Vater des hervorragenden Stutenerzeugers Bingen, später die Erfolgreichsten seiner Nachkommen in der amerikanischen Traberzucht.

Nach einer schweren Erkrankung im Jahr 1868 wurden ihm weitaus weniger Stuten zugeführt. Im Alter von 26 Jahren liess dann seine Decktätigkeit nach und rund ein Jahr später ist das grösste Zuchtphänomen aller Zeiten eingegangen.

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