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horsemanship - Gedanken zum Thema
(sk) Unsere Gedanken zum Thema horsemanship sind garantiert nicht neu, sollte sich aber jeder Reiter oder Pferdebesitzer immer wieder vor Augen führen, wenn er sich mit seinem Pferd oder der Reiterei beschäftigt

Du gehst jeden Tag zum Reiten? Perfekt!
Wenn Du aber jeden Tag nur "mehr schlecht als recht" reiten gehst - nun, dann wirst Du wohl ohne Eigeninitiative auch in zwanzig Jahren noch auf diesem Standard sein. Auch ein "Feld-, Wald- und Wiesenreiter" kann und sollte ein guter und pferdegerechter Reiter sein. Es liegt also ganz bei Dir...

Lernen kann nur, wer auch lernen will! Ein guter Reiter wird nur, wer den schmalen Pfad zwischen Theorie und Praxis findet und ihn selbständig beschreitet. Ein guter Reiter zeichnet sich durch umfangreiches Wissen rund um das Pferd und eine gewisse Fähigkeit zum autodidaktischen Lernen aus. Nur so gelingt ihm der Fortschritt in der reiterlichen Ausbildung.

Höre auf Dein Pferd, konzentriere Dich auf die Signale die es Dir übermittelt. Lerne, wo Du nur kannst. Höre zunächst einmal jedem Ausbilder aufmerksam zu, aber verlange nur Übungen von Deinem Pferd, die Du vertreten kannst und bei denen Du ein gutes Gefühl hast. Einige Ausbilder fordern Übungen und Lektionen, die Dein Pferd nicht - oder vielleicht gar kein Pferd - ausführen kann. Wenn Du Zweifel daran hast, distanziere Dich davon. Du richtest keinen Schaden an, wenn Du eine Lektionen nicht ausführst. Stelle die Partnerschaft mit Deinem Pferd nicht auf die Probe, indem Du Übungen ausführen lässt, die Dein Pferd überfordern oder gänzlich falsch sind.

Rezepte nach dem Motto "Tu dies, dann wird Dein Pferd das tun..." gibt es nicht. Effektives und verantwortungsvolles Reiten heisst, dass Du Dein Pferd kennen musst. Dann wirst Du auch wissen, wie es sich in einer ganz speziellen Situation verhalten wird. Und vergiss nicht, schon der Umgang mit dem Pferd macht Spaß. Beobachte Dein Pferd auf der Weide, im Auslauf, im Stall - berühre und putze es, lerne es jeden Tag besser kennen!

Wenn Du ein Jungpferd einreiten willst, solltest Du es geführt und longiert haben, Spaziergänge mit ihm unternommen und es mit den unterschiedlichsten Gegenständen bekannt gemacht haben - darunter auch ein gut sitzender Sattel. Wenn Du dann am "Tag X" das erste Mal auf seinem Rücken sitzt, wird es so schon fast etwas ganz normales für Dich und Dein Pferd sein.

Pferde sind Herdentiere und lieben den Sozialverband. Innerhalb einer Herde wird die Rangordnung durch ständiges Kompetenzgerangel immer wieder neu festgelegt. Kein Pferd verweigert eine Lektion ohne Grund. Dieser mag physisch oder mental sein, es kann sogar ein Dominanzproblem zwischen Euch sein. Wie auch immer, für das Pferd ist es auf jeden Fall ein guter Grund. Wenn Du respektierst, dass Dein Pferd immer sein Bestes versuchen wird, dass es Dich oder Deine Hilfen aber vielleicht nicht richtig versteht oder körperlich nicht in der Lage ist, Deine Anforderungen zu erfüllen, dann fällt es Dir mit Sicherheit leichter, nicht ungerecht oder agressiv zu werden.

Reiten und Umgang mit Pferden ist ein gefährliches und unfallträchtiges Hobby. Auch wenn es immer bestritten wird, kommen Verletzungen und tödliche Unfälle beim Reiten oder Umgang mit dem Pferd häufiger vor, als bei sogenannten Risikosportarten. Manchmal passiert es auf dem Weg zur Weide oder im Schritt in der Reitbahn. Es gibt immer zwei Möglichkeiten, dem Riskio entgegenzutreten: einwandfreie Ausrüstung benutzen (z.B. Handschuhe zum Longieren und eine Sturzkappe beim Reiten tragen, Sattel und Zubehör nur in bestem und gepflegtem Zustand benutzen), die andere ist, Dich als Reiter und im Umgang mit dem Pferd weiterzubilden. Unfälle kommen vor, aber durch Umsicht und Wissen kann größerer Schaden oft vermieden werden.

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