Kleines
Traber ABC - Teil 2
Derby
ist genau wie bei den Galoppern "das Rennen der Rennen", an
dem man nur einmal in seinem Leben als dreijähriges Pferd teilnehmen
darf. Der Kampf um das "Blaue Band der Traber" wird alljährlich
Anfang August auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf ausgetragen
und ist für viele schlichtweg der Höhepunkt der Rennsaison.
Disqualifikation
bedeutet das vorzeitige Ende eines Rennens für ein Pferd. Bei "dis.
rot" hat die Rennleitung allzu langanhaltendes Galoppieren bestraft,
bei "dis. blau" ist den Stewards der Paßgang oder eine
seiner Varianten aufgefallen. Alle Rennen dürfen ausschließlich
im Trab bestritten werden. Ausgenommen hiervon sind Pacer-Rennen, die
hauptsächlich in Nordamerika - und dann nur im Paß - ausgetragen
werden.
Dreierwette
treffen heißt oft, sich eine goldene Nase verdienen. Zwar ist
es zweifellos nicht ganz leicht, die drei erstplacierten Pferde in der
richtigen Reihenfolge vorauszusagen, doch dafür locken dann auch
Quoten, die hin und wieder fünf- oder sogar sechsstellig sein können.
Eventualquoten
kann man auf der Anzeigetafel und den Monitoren verfolgen. 4:88 heißt
zum Beispiel, daß das Pferd Nr. 4 bei einem eventuellen Sieg 88
DM für 10 DM Einsatz auszahlen würde. Für geringeren
Einsatz gibt es dann natürlich entsprechend weniger. Pferde, auf
die viel Geld gewettet wird, haben eine niedrige Eventualquote (Favorit).
Pferde, auf die wenig gewettet wird, haben eine hohe Eventualquote (Außenseiter).
Favorit
ist das Pferd, welches das meiste Vertrauen des wettenden Publikums
auf sich vereinigen kann. Übrigens haben Favoritenwetter auf lange
Sicht gesehen eine Chance 1:1 zu treffen, denn so etwa jeder zweite
Favorit gewinnt dann auch tatsächlich.
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