Was
ist eigentlich ein TRABER ?
Das sagt die Fachliteratur:
Der
Traber ist ein reines Rennpferd für Trabrennen bzw. Rennen im Paß (Vornehmlich
in Amerika) und steht im Typ des englischen Vollbluts. Er wird ausschließlich
nach seiner Rennleistung selektiert und verfügt über vorzügliche Temperaments-
und Charaktereigenschaften, überdurchschnittliche Intelligenz, Eifer,
Härte, Ausdauer und sehr gute Zugpferdeeigenschaften.
Seine Hauptgangart ist der Renntrab (bzw. Rennpaß), wobei eine überragende
Schulterfreiheit im Trab auffällt. Die Hinterbeine treten an den stützenden
Vorderbeinen außen vorbei, der einzelne Trabtritt ist lang, flach, mit
schneller Folge und die Schwebephase ausgedehnt. Der Schritt ist oft nicht
sehr raumgreifend, eilig und manchmal eher paßartig. Der Galopp ist nicht
selten schwankend oder schwerfällig.
Graf Orlow war der Erste
Eine planmäßige Traberzucht begann als Erster Graf Alexej Orlow im Jahre
1775. Er züchtete Pferde mit ganz besonders guten Trabanlagen für Rennen
vor dem Sulky und dem Rennschlitten. Unter seinem Einfluß entstand ein
großes gedrungenes Wagenpferd von starker Konstitution, Schnelligkeit,
Härte und Ausdauer.Dieses Pferd von ausgezeichnetem Charakter
und lebhaftem Temperament war beliebt als Veredler der landwirtschaftlichen
Gebrauchsrassen zahlreicher Sowjetrepubliken und maßgeblich beteiligt
an der Entstehung von Traberzucht und Rennen in Westeuropa.
Ein arabischer Silberhengst
Graf Orlow paarten
den arabischen Silberhengst Smetanka mit einer Frederiksborger Stute.
Das Produkt, den Hengst Polkan, paarte er mit einer holländischen Harddraverstute
(Friese) und erhielt so BARS I, den Stammvater der Orlowzucht.
Dank dieser Kombination wurde das Knochengerüst des
Orientalen auseinandergedrückt, mit der Masse der dänischen Stute gefüllt
und ihm das Trabvermögen der holländischen Stute verliehen. Dabei blieben
das feurige Temperament und die Energie des Wüstenpferdes bewahrt.
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